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25.03.2021

dotscene scannt den Schiefen Turm von Pisa

Den Schiefen Turm von Pisa für die Opera della Primaziale Pisana zu scannen, ist sicher einer unserer aufregendsten Jobs bisher!
Noch nie wurde der schiefe Turm von Pisa vollständig von innen und aussen mit einem Laserscanner erfasst. Die Scans sind eine Herausforderung an unsere Software und wir dürfen an diesem beeindruckenden Bauwerk zeigen, was unsere Technik wirklich kann.
Uns erwarten über 14.000 Tonnen weisser Marmor, enge Wendeltreppen und Aussenbereiche, die wir nur gesichert betreten dürfen.

Nachdem wir unsere negativen Corona-Testergebnisse haben und der Reise nichts mehr im Weg steht, geht es los. Mit im Gepäck unser neuester dotcube.

Angekommen auf der Piazza dei Miracoli in Pisa sehen wir den Platz so leer wie noch nie. Ein befremdliches Bild. Kaum Menschen und schon gar keine Touristen. Stattdessen viel Militär und Polizei. Hilfsbereit und zuvorkommend wird das gepanzerte Fahrzeug vor dem Turm umgeparkt, damit wir freie Sicht haben. Voller Respekt machen wir uns ans Werk.
Mit dabei unsere Kooperationspartner von STO Italia. Wir fangen außen mit den Scans an und arbeiten uns dann Etage für Etage nach oben. Sobald eine Etage gescannt ist, werden die Sicherungsseile in der darüber liegenden angebracht und es geht weiter. Trotz dieser langwierigen Prozedur dauert die Erfassung nur ca. 3 Stunden. Zum Glück benötigen wir für die mobile Datenerfassung mit dem dotcube weder GPS noch sonstige Referenzmessungen sondern können einfach während der Begehung scannen. Zum Abschluss befestigen wir den dotcube noch an einem Seil und ziehen ihn damit im Innenbereich des Turms hoch. Als wir dem dotcube dabei zusehen, wie er die 55 Meter nach oben zurücklegt, wird deutlich wie schief der Turm tatsächlich ist. In der Mitte des Turms heruntergelassen berührt das lange Seil unten fast die Innenwand.
Wir haben jetzt wirklich jeden Bereich im Inneren gescannt, sogar unter die Glocken wurde der Scanner gehalten…
Am Ende der Arbeiten merken wir, wie oft wir die Treppen hoch und runtergelaufen sind. Trotzdem beschliessen wir auch noch die gesamte Piazza dei Miracoli und den Dom von außen zu scannen.

Das Ergebnis unseres Einsatzes ist überwältigend. Wir sind stolz darauf, den schiefen Turm von Pisa als erste vollständig gescannt zu haben! Die Punktwolke dient jetzt den Restaurateur*Innen der Opera della Primaziale Pisana dazu, ein noch präziseres Bild dieses Kunstwerks zu erhalten, und geht als Ist-Zustandsdokumentation in die Archive des UNESCO Weltkulturerbes ein.

Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar für die Unterstützung und hoffen, dass dieses gigantische Bauwerk bald wieder besucht werden darf!

Der SWR hat einen Bericht über unsere Arbeiten in Pisa veröffentlicht:

Freiburger Firma scannt Schiefen Turm von Pisa